AUF-BRECHEN

sich auf den Weg machen

aufbrechen -
   der Sehnsucht folgen
aufbrechen -
   Mut fassen
aufbrechen -
   Vertrautes verlassen
aufbrechen -
   Neues wagen
… im ersten Schritt
liegt der ganze Weg!


Denkanstoß am Fränkisch-Schwäbischen
Jakobsweg in der Nähe von Heuchlingen

Du kannst das Leben nicht verlängern,
noch verbreiten,
nur vertiefen.


Gorch Fock

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21.5.2008 Arzua nach Pedrouzo (Arca) (18,7 km)

Gestern Abend war ich noch mit ein paar Radpilgern, die von Bocholt aus bis hier her gefahren sind, Essen. War ganz nett – mal die andere Seite des Pilgerns kennen zulernen.
Heute morgen dann um 8:00 losgegangen – und gleich am ersten Berg hab ich “Per” wieder getroffen. Per ist ein Daene, fast 70 Jahre alt, und geht den Weg seit St. Jean (mit kurzer Bahn/Busfahrt). Wir hatten und schon auf der Strecke nach Portomarin getroffen und sind bis dorthin zusammen gegangen. Er spricht sehr gut deutsch und es ist spannend, von Ihm von Dänemark und seiner kleinen Insel (Fejö) zu hören. Wahrscheinlich war ich da früher sogar schon mal mit meinen Eltern im Segelurlaub :-)
Er ist dann in Santa Irena geblieben, ich bin noch die 3 Kilometer bis Pedrouza weiter gelaufen. Bin hier in der öffentlichen Herberge – die sind tatsächlich nicht so der Hit in Galicien. Die Herbergen sind vor einigen Jahren gebaut worden, als wiedermal ein heiliges Jahr war – nur sind die leider in der Zwischenzeit etwas “verwohnt”…
Der Weg war ansonsten OK, und da Per auch nicht so schnell kann, war es also recht schonend.

Morgen ist dann der große Tag – ! Es sind jetzt noch etwa 21 Kilometer – also ca. 5-6 Stunden morgen. Wenn also alles gut geht, bin ich um 14:00 Uhr am ! Dann heißt es: Compostella abholen, Unterkunft suchen – Feiern :-)

Übermorgen werde ich dann mit dem Bus nach fahren und dort den endgültigen Abschluss dieser Pilgerwanderung begehen – ich werde den Stein, den ich ja nun schon mehr als 300 Kilometer (!!! Heute !!!) mit mir rumschleppe und leider nicht am “Cruz de Ferro” ablegen konnte, dem Atlantik übergeben.

Ansonsten – bin ich halb froh und halb wehmütig, dass es morgen zu Ende geht. Das an sich ist, von den Knieschmerzen abgesehen, schon was normales geworden – man denkt da nicht mehr dran, es ist einfach da. Das wird sicherlich eine Umstellung, morgens nicht mehr den Rucksack zu packen und 15-20 Kilometer zu :-)

Und noch was an alle, die bisher Kommentare geschrieben haben: Vielen Dank! Es ist immer wieder toll zu sehen, dass andere meinen Murks hier lesen und was dazu schreiben! Wenn ich wieder zurueck bin, werde ich Euch allen noch antworten!

2 comments to 21.5.2008 Arzua nach Pedrouzo (Arca) (18,7 km)

  • Benjamin

    Hallo Dirk,

    also, doch einen Stein. Ich habe schon lange überlegt wann und ob eine Info von Dir zum “Stein ablegen” kommt. Da Du zwischendurch eben die Fahrt mit Zug / Bahn gemacht hast war ich mir nicht sicher ob das ein wichtiger Meilenstein in deiner Pilgerreise ist…

    Wünsche Dir gute und fröhliche Tage bis zur Abreise!

    Grüße aus Stuttgart,
    Benjamin

  • Alex

    Holla Dirk,

    mittlerweile hast Du wohl schon das Ende des Weges erreicht, Gratulation!

    Schade, dass dein Knie so böse zwischengefunkt hat… Ich hoffe Du erholst dich noch ein paar Tage davon bis ich dich wieder abhole. Wenn Du doch schon früher zurückkommst, gib mir Bescheid!

    Gute Besserung und bis bald,
    Alex

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